Videosprechzeit

Videosprechzeit

Hier erhalten Sie die Aufklärung zur Nutzung der Videosprechzeit sowie eine Anleitung mit technischen Anwendungsinformationen. Vor der Durchführung ist eine Terminvereinbarung für eine Videosprechstunde sowie Ihre Einverständniserklärung für die Durchführung Voraussetzung.

AUFKLÄRUNG UND INFORMATION

TECHNISCHEN ANLEITUNG


 


TECHNISCHE ANLEITUNG

Videodienstanbieter – „Arztkonsultation

Link: www.arztkonsultation.de

Anmeldung: Sie erhalten die Zugangsdaten per E-Mail. Klicken Sie in der E-Mail einfach auf den Link und Sie werden direkt weitergeleitet. Sie können sich schon vor dem Termin einloggen und testen, ob die Videosprechstunde mit Kamera und Mikrofon funktioniert. Beispiele für die Auswahl des Browsers: Mozilla FirefoxOpera, Safari oder Google Chrome. Es öffnet sich eine Webseite mit einem Fenster für die Eingabe Ihres TAN-Codes, der automatisch eingetragen wird. Falls dieser nicht automatisch eingetragen wurde, geben Sie den TAN-Code selbstständig ein.

Systemtest: Bei der Anmeldung bekommen Sie die Ergebnisse des automatischen Systemtests zu sehen. Wenn alle Häkchen grün sind, kann die Videosprechstunde problemlos durchgeführt werden. Nachdem Sie den Systemtest bestätigt haben, gelangen sie zur Anmeldung. Ihr Tan-Code wurde schon automatisch in den Feldern übertragen und sie können sich einloggen.

Virtuelles Wartezimmer: Nun befinden Sie sich bereits im virtuellen Wartezimmer. Es wird eine Benachrichtigung versendet, dass Sie sich im „Wartezimmer“ befinden. Zum Terminzeitpunkt werden Sie aufgerufen.

Tipp: Melden Sie sich ein paar Minuten vor dem Termin an. So können Sie schon alle Schritte für die Anmeldung sehen.

Durchführung der Videosprechstunde: Nachdem Sie sich angemeldet haben und eine Benachrichtigung versandt wurde, dass Sie sich im „Wartezimmer“ befinden, werden Sie zur Videosprechstunde aufgefordert. Bestätigen Sie die Aufforderung durch einen Klick auf das angezeigte grüne Symbol. Das Gespräch startet nun.

Gespräch beenden und abmelden: Nach dem Beenden des Videogespräches können Sie sich abmelden. Sie verlassen die virtuelle Praxis bzw. das Wartezimmer.

Support und Hotline: Der Support steht Ihnen bei Fragen zur System-Beendigung und bei technischen Problemen von Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr zur Verfügung. Telefon: 0385 – 518300 – 03 oder per E-Mail: support@arztkonsultation.de. 

Auf die bestehende Unsicherheit bei Datenübertragung und Datenübermittlung durch das Internet wird hingewiesen.


AUFKLÄRUNG UND INFORMATION

Grundsätzlich ist die Videobehandlung geeignet, wenn eine psychotherapeutische Behandlung im unmittelbaren Kontakt mit erheblichen Hürden verbunden ist. Beispielsweise aufgrund einer schweren körperlichen Erkrankung. Auch gibt es Kontraindikationen für eine Behandlung mittels der Videosprechzeit. Beispielsweise bei einer (störungsbedingten) hohen Impulsivität und der Gefahr der plötzlichen, nicht abgesprochenen Beendigung der therapeutischen Videositzung durch die Patientin oder den Patienten.

Es kann sein, dass auch bei ausdrücklichem Wunsch nach einer Videobehandlung diesem nicht entsprochen werden kann. Besonders ist darauf hinzuweisen, dass grundsätzlich immer die Möglichkeit der Behandlung durch den persönlichen Kontakt in der Praxis besteht. Die Nutzung der Videosprechzeit kann nur mit beidseitiger freiwilliger Einwilligung erfolgen. Dabei ist auf die eingeschränkte (gegenseitige) Wahrnehmung der Gesprächspartner hinzuweisen.

Eine Videobehandlung darf nur über eine sichere Datenverbindung durch einen zertifizierten und sicheren Videodienstanbieter erfolgen.

In dieser Praxis wird der zertifizierte Videodienstanbieter „Arztkonsultation“ genutzt.

Dieser ist von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zugelassen. Der Videodienstanbieter „Arztkonsultation“ gewährleistet, dass durch das Programm weder Video- noch Audiomitschnitte möglich sind. Auch sind dem Patienten und der Patientin sowie dem Therapeuten / der Therapeutin Audioaufnahme und/oder Videoaufzeichnung auf das Strengste untersagt. Während der Videosprechzeit muss die Vertraulichkeit des Gesprächs durch einen geschlossenen Raum (ohne Störgeräusche) gesichert sein. Es ist auch sicherzustellen, dass nicht andere Personen im Raum das Gespräch in der Videobehandlung mitschneiden. Zudem muss zu Beginn einer jeden Videositzung – auf beiden Seiten – die Personen, die sich im Raum befinden, vorgestellt werden (z. B. bei Einbeziehung von Bezugspersonen). Eine zweifelsfreie Identifikation muss gewährleistet sein, z. B. durch das Vorzeigen der elektronischen Gesundheitskarte.

Zudem ist eine angemessene Therapieüberwachung durch Präsenzsitzungen in der Praxis mit einem unmittelbaren Kontakt erforderlich (z. B. bei Symptomverschlechterung sowie in regelmäßigen Abständen). Hierfür werden Häufigkeit und der zeitliche Abstand für die Präsenzsitzungen vereinbart. Weiter ist vorab zu klären, wie mit technischen Störungen und einer Unterbrechung umzugehen ist („Wie kann wieder Kontakt aufgenommen werden?“). Besonders bedeutsam ist es auch, eine zusätzliche Vereinbarung für mögliche Krisen zutreffen. Es ist auch ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass trotz aller umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen keine 100-prozentige Datensicherheit gewährleistet werden kann.

Um Gespräche mittels der Videoübertragung durchzuführen, ist vorher eine schriftliche Einwilligung erforderlich. Diese kann jederzeit widerrufen werden. Die Vorteile einer Videobehandlung sind eine erhöhte Flexibilität und eine bessere Integrierbarkeit in den Lebensalltag. Zu den Nachteilen zählen das Gefühl der Abhängigkeit von einem Videoanbieter und das Fehlen des aktiven persönlichen Kontakts.


Kurzübersicht – Was Sie wissen sollten

Freiwilligkeit und Einwilligung: Die Teilnahme an einer Videobehandlung ist freiwillig. Für die Durchführung ist das schriftliche Einverständnis erforderlich.

Keine Aufzeichnung der Videobehandlung: Es ist grundsätzlich nicht erlaubt Videobehandlungen aufzuzeichnen – weder von Ihnen noch von Ihrem Psychotherapeuten oder der Psychotherapeutin oder von einem Dritten.

Worauf sollten Sie achten? Während der Videobehandlung sollten Sie sich in einem geschlossenen Raum aufhalten. Für die Behandlung sollten Sie ausreichend Zeit einplanen und dafür sorgen, dass Sie während der Behandlung nicht gestört werden. Andere sollten nicht mithören können, was Sie sagen. Damit Sie gut zu erkennen sind, sollten Sie auf eine ausreichende Beleuchtung achten.

Welche Technik wird benötigt? Sie brauchen einen PC, Laptop oder ein größeres Tablet. Ein Smartphone reicht nicht aus! Ihr Computer muss neben einem Bildschirm über eine Kamera, ein Mikrofon und einen Lautsprecher verfügen. Sie brauchen keine spezielle Software. Ein gängiger Internetbrowser ist ausreichend. Wichtig ist eine Internetverbindung, mit der eine Videoübertragung möglich ist. Ihr Computer sollte durch ein Virenschutzprogramm geschützt sein.

Wie funktioniert die Videobehandlung? Für eine Videobehandlung rufen Sie über den Browser eine spezielle Internetseite auf, mit der sich beide Gesprächspartner sehen können. Für solche Internetprogramme gibt es zertifizierte Anbieter. Deren Programme müssen besonders strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen.


Fragen zur Anregung

Ist die Videosprechzeit für mich eine geeignete Gesprächsform?

  • Besteht eine grundsätzliche Bereitschaft, Motivation und ein Interesse für eine Behandlung mittels der Videosprechzeit?
  • Ist eine tragfähige therapeutische Beziehung mit gegenseitigem Vertrauen vorhanden?
  • Welchen Nutzen bringt die Videotechnik?
  • Für wen ist die Videosprechzeit geeignet?
  • Besteht eine Eignung für die Nutzung der Videosprechzeit auf dem Hintergrund der zu behandelnden spezifischen psychischen Störung?
  • Besteht eine Erfolgsaussicht in der Therapie durch die Durchführung der Therapie durch die Videosprechzeit?
  • Welche Einstellung besteht gegenüber der Nutzung von elektronischen Kommunikationsmitteln?
  • Besteht die erforderliche Medienkompetenz? Wie intensiv werden elektronische Medien benutzt?
  • Sind die notwendigen technischen Voraussetzungen gegeben (z. B. ein geeigneter PC)?
  • Ist ein geschlossener Raum vorhanden? Ist gewährleistet, dass niemand während der Videobehandlung den Raum betritt?
  • Wie sensibel gehen Sie mit Ihren eigenen Daten um?
  • Welche Auswirkungen hätte eine Unterbrechung der Kommunikation per Video, z. B. durch technische Störung? Können verlässliche Absprachen zum Umgang mit technischen Störungen getroffen werden?
  • Welche negativen Folgen und Risiken können durch eine Videobehandlung bestehen?
  • In welchem Umfang (Anzahl der Sitzungen) soll eine Videokonferenz durchgeführt werden?
  • Besteht die Bereitschaft schriftlich in die Videobehandlung einzuwilligen?
  • Kann eine selbstverantwortliche Entscheidung getroffen werden?

Stand: 23. Januar 2021